Geschichte der kath. Pfarrkirche St. Barbara Blickweiler

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                             Aussehen der Kirche von 1733-1928                             nach der Erweiterung von 1928                                          die Kirche heute


Blickweiler als Ort hat ein weit zurück reichende Geschichte. Die Römer hatten 110 - 160 n. Chr. bereits auf Blickweiler Boden einen Terra-Sigillata-Töpferei. Grund und Boden gehörten im 10. Jh. n. Chr. der Familie von Dagstuhl. Die erste Kirche in Blickweiler dürfte um das Jahr 1000 entstanden sein.  Den bereits um 1050 erbte die Familie Dagstuhl dieses erste Gotteshaus in Blickweiler und veranlasste 1163 einen Neubau der Kirche. 1242 verpflichtete Gräfin Elisabeth von Blieskastel das neugegründete Kloster der Wilhelmiten in Gräfinthal, die Pfarrei Blickweiler mit ihrer Filiale Blieskastel zu versehen. Bis 1785 versahen die Herren des Chorherrenstiftes von St. Sebastian in Blieskastel die Pfarrei.

Bis 1803 gehörte die Pfarrei Blickweiler zur Diözese Metz, 1803 kam sie zu Trier und 1817 zu Speyer. Die Blickweiler Pfarrkirche war bis 1803 auch Pfarrkirche von Blieskastel. Erster Patron der Blickweiler Pfarrkirche war St. Romaricus (+ 653). Auf Bitten der Bergleute wurden 1822 Kirche und Pfarrei der hl. Barbara als 1. Patronin anvertraut.  Gegen Ende des 2. Weltkrieges - 1945 -  wurde das Gotteshaus stark beschädigt.

Das heutige Kirchengebäude wurde um 1733 errichtet und konsekriert. 1928 erfolgte eine Erweiterung. Nach der Beschädigung im 2. Weltkrieg wurde die Kirche insbesondere der Turm in den Jahren 1948 und 1949 wiederhergestellt. 1988 erfolgte eine größere Renovierung.  Die letzte Renovierung der Kirche war 2005.

Der älteste Teil des Gotteshauses ist der Turm aus dem 12./13. Jahrhundert. Mit seinem zweiseitigen Satteldach gehört er neben anderen wie z.B. dem Walsheimer und Wolfersheimer Turm zur Gruppe der sog. „Hornbacher Türme“. Über zwei Sockeln erheben sich zwei Stockwerke, die sich durch Abschrägungen voneinander abheben. Im oberen Teil des Turmes befinden sich aneinandergrenzende spitzbogige Schallöffnungen, die durch einen einfachen profilierten Stab voneinander getrennt werden

Die drei Glocken aus der Glockengießerei Paccard in Annecy, wurden 1964 geweiht und versehen seitdem ihren Dienst. St. Josef, 770kg, Ton: g', St. Maria Rosenkranzkönigin,  385kg, Ton: b' und St. Barbara,  280kg, Ton: c''  -  Ebenfalls im Jahre 1964 erhielt die Kirche eine neue Orgel mit 21 Registern, erbaut von der Firma Mayer in Heusweiler.

Stand:   24.02.2011             © HHB